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Rücktritt als Abgeordnete aus der SVV

Im Dezember letzten Jahres habe ich mein Amt als Abgeordnete der Bürgerliste in der SVV abgegeben. Nachdem nun die Bestätigung für meine Nachfolgerin raus ist, möchte ich kurz erklären, was mich zu diesem Schritt bewog:

Ich bin vor allem angetreten in der SVV, um die Interessen der Kinder zu vertreten und mehr Transparenz in die Zossener Politik zu bringen. Viele Entscheidungen waren und sind es noch, in ihrer Tragfähigkeit und auch in ihrer Entwicklung nicht nachzuvollziehen. Zu oft hat man den Eindruck, dass aus persönlichen Gründen und rein emotional oder gar aus Rache eine Stimme abgegeben oder verweigert wurde und wird. Abstimmungen waren teilweise ein absolutes Kasperletheater und man hatte oft den Eindruck, der ein oder andere hat über die Länge seiner Wahlzeit den Ernst und die Wichtigkeit seiner Aufgabe vergessen. Wenn ein Abgeordneter spaßeshalber mal seine Hand zur Enthaltung hebt statt für Ja, weil er sowieso weiß, dass seine Anträge immer durchkommen, hat das nichts mehr mit verantwortungsvoller Politik zu tun.
In den knapp 2,5 Jahren, die ich nun dabei war, ist diese Problematik nicht besser sondern sogar schlimmer geworden. Persönliche Beleidigungen sind in der SVV an der Tagesordnung. Rachefeldzüge und Klageverfahren auf Kosten der Steuerzahler das täglich Brot. Viele Abgeordnete sitzen einfach nur dabei, ohne die Hintergründe zu kennen und schauen sich erstmal um, um dann zu entscheiden, wie sie stimmen. Politisch (nicht sachlich) getroffene Entscheidungen werden in der Öffentlichkeit mit Halbwahrheiten gut klingend begründet, dass einem die Haare zu Berge stehen. Dass Zossen seit Jahren aus Kassenkrediten (bei uns Privaten heißt das Dispokredit) schöpft und nicht mehr lange braucht, um ins Haushaltssicherungskonzept zu fallen (also vom Landkreis überwacht zu werden, weil es kein Geld mehr hat), weiß kaum jemand und vermutlich nicht mal der Großteil der Abgeordneten. Denn da wird in der Haushaltsdiskussion gar nicht drauf eingegangen. Bis Ende 2016 hat Zossen 25 Millionen an Kassenkrediten genutzt. 25 Millionen!! Interessiert niemanden.
Ich habe lange versucht, sachlich mit Fakten zu argumentieren und Dinge ins Laufen zu bringen. Aber trotzdem ich sogar stellvertretende Vorsitzende des Bildungsausschusses geworden war, habe ich es nicht geschafft, dass tatsächlich wichtige Dinge besprochen wurden, Anträge sachlich diskutiert werden konnten oder dieser Ausschuss überhaupt mehr als 1-2 Mal im Jahr getagt hat. Fakten sind in der SVV oft nicht wirklich relevant gewesen. Einzig und allein, WER etwas sagt, zählt. So können keine optimalen Entscheidungen getroffen werden.
Gleichzeitig merke ich, dass die Bürger enttäuscht sind von der Politik, sich (oft berechtigt) nicht vertreten und oftmals belogen fühlen. Daraus ziehe ich die Konsequenz, so nicht mehr arbeiten zu können und zu wollen. Es ist Zeit, dass wir Bürger wieder sachlich formulieren, was wir von der Politik erwarten. Dass wir nicht alles hinnehmen und unsere Kinder in verrottete Schulen gehen lassen oder ständig nur vor uns hinmeckern über nicht gestreute Gehwege und kaputte Straßen. Es muss unser neues Ziel sein, uns wieder gegenseitig zu helfen. Wir sind nicht abhängig von Menschen, die über uns entscheiden wollen. Wir alle sind mündige Menschen, wir können unserem Nachbarn helfen und uns selbst helfen. Wir können protestieren für eine neue Schule, für einen vernünftigen Umgang miteinander. Wir können unsere Nachbarin zum Einkaufen mitnehmen und gemeinsam die Straße streuen, wenn die Stadt es nicht schafft. Wir können Müllsäcke in die Hand nehmen und auch den Müll anderer wegräumen. Als erwachsener verantwortungsbewusster Mensch ist das alles möglich. Ich lasse mich nicht mehr von der destruktiven Stimmung der Zossener Politik diktieren, sondern werde mit Gleichgesinnten Lösungen von unten suchen statt auf sie zu warten. Wir sind eine Gemeinde, wir haben viele ähnliche Interessen und daran können wir arbeiten. Positiv denkend und mit Fakten argumentierend und vor allem mit erwachsener konstruktiver Sachlichkeit.
Ariane Ullrich

Ausschuss für Soziales, Jugend, Bildung und Sport wird wieder mal abgesagt

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Mal wieder wird der Ausschuss „Soziales, Jugend, Bildung und Sport“ in Zossen abgesagt. Ich kann mich nicht einmal erinnern, wann der letzte Ausschuss war. Kann natürlich daran liegen, dass mich ziemlich viele soziale, jugendliche, bildungspolitische und sportliche Dinge in Zossen trotzdem umgetrieben haben (nur nicht politisch). Als da wäre:

  1. Soziales: 

Die Erstaufnahmeeinrichtung in Zossen ist die offensichtlichste soziale Einrichtung in Zossen, die dazu geführt hat, dass sich neben Deutschland auch Zossen hat spalten lassen von einer Partei, die der Meinung ist, Hetze und Ausländerfeindlichkeit hat was mit Demokratie zu tun. Da interessiert es scheinbar  niemanden der herrschenden Wählergruppierung und Vorsitzenden des Ausschusses wie der derzeitige politische Stand ist, wann die Berliner Flüchtlinge nach Wünsdorf kommen und wie Zossen geschützt werden kann vor radikalem rechtem Mob.

Soziales betrifft aber auch die Entwicklung der Arbeitslosenzahl in Zossen, die Kinderarmut und das Vereinsleben. Kein Thema für den Ausschuss, so scheint es. Soziale Fragen scheinen in Zossen keine Rolle zu spielen.

2. Jugend: 

Jugendclubarbeit, Sozialarbeiter in den Schulen, die reduziert wurden, Schulabbrecherproblematik und Streetworking. Wie sieht es mit den Horten und dem Erziehermangel aus, wann werden die Kindergärten endlich modernisiert bzw. saniert und ab wann haben wir keine Wartelisten mehr für Kinderkrippen/-gartenkinder trotz großer neuer Kita? Wird es auch bei uns bald gebürenfreie Kitaplätze geben? Müssen (oder sollen?) wir nicht drüber reden?

3. Bildung:

Das neue Schuljahr hat begonnen. Wie sind die Schulen ausgelastet, bewähren sich die Schulbezirke und wo gab es mit der Schüleranzahl Probleme? Was ist mit den Schulhöfen und vor allem Schulsportanlagen, über die sich Schüler, Lehrer und Eltern immer noch ärgern? Was ist mit den Toiletten in den Schulen?

Und was, zur Hölle, ist mit der Gesamtschule Dabendorf????

Müssen die armen Kids immer noch eingepfercht in  Kellerräumen lernen? Unterrichten die Lehrer immer noch in dem alten Bau, der schon seit Ewigkeiten saniert werden sollte? Und zahlt die Stadt eigentlich schon Miete für den neuen Schulbau, der (ich habe gestern nachgeschaut) noch immer nicht steht?

4. Sport

Na, über den Sport brauchen wir ja wohl erst recht nichts zu wissen. Sieht doch jeder, welcher Sportplätze nutzbar sind und welche nicht. Ok, zumindest, welche es nicht sind, sieht man.

Nichts Neues also in Zossen. Die Chefin weiß Bescheid und hat die Kontrolle. Der Rest nickt unwissend brav oder ist in der Minderheit. Stillhalten und Aussitzen scheint die Devise, damit die Zossener ja nicht erinnert werden, was alles so nicht läuft.

Zossen halt…

Sommer in Zossen

 

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Während in anderen Städten das Draußen-Wetter beginnt mit Eisessen und gemütlichem abendlichen Weintrinken in Parkcafés und Innenstädten, werden in Zossen die Bürgersteige ab 18 Uhr hochgeklappt.

Ein Vereinsfest oder mal ein Jahrmarkt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stadt seit Jahrzehnten Flickwerk betreibt und kein Konzept hat.

Einzelprojekte als Beruhigungspille

Stadt eines sinnvollen, langfristig wirksamen Stadtentwicklungskonzept, welches die touristischen Möglichkeiten Zossens nutzen könnte, werden kleine „Beruhigungspillen“ gebaut, mit denen die Einwohner zufriedengestellt werden. Gebäude und öffentliche Einrichtungen für deren Erstellung jede Stadt verantwortlich ist, werden gefeiert als wären sie die Erfindung Zossens. Langfristiges Denken ist dagegen nicht Zossens Stil.

Die Innenstadt wird durch ein außerhalb gebautes Einkaufszentrum mundtot gemacht, der Stadtpark bleibt häßlich und unattraktiv und wird als gerademal als Abkürzung genutzt. Wege und Straßen sind oft für ältere Bewohner und Kinderwagenbesitzer nicht nutzbar. Und Fahrradwege sind wenig zu finden.

Die Einbindung und Werbung innerstädtischer touristischer Angebote wird wie Draisinenbahn und Nottekanal wird sich selbst überlassen und eine Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden wird nur dann angestrebt, wenn man gegen andere kritisieren kann.

Unsere Visionen

Stellen Sie sich  vor: Sie treten aus der Bahn auf einen gepflegten Bahnhof. Auf dem Vorplatz blüht und duftet der Flieder und empfängt den Reisenden mit einem sommerlichen Gruß. Mit Gepäck läuft dieser die Bahnhofstraße herunter, ohne an Löchern hängenzubleiben oder seinen Koffer darin zu verlieren. Kaffeeduft steigt ihm in die Nase und zieht den Reisenden Richtung Stadtpark. Auf dem Weg dorthin verweilt er an den Schaufenstern angesagter Geschäfte. Vom Rand des Stadtparks aus, ist schon der Biergarten erkennbar und links daneben ein Parkcafé mit den verschiedensten Kaffee und Kakaogetränken. Kinder laufen mit Ihren Eltern durch den Park, essen Eis vom Eistand oder plantschen im Wasserpark. Rüstige Rentner und junge Erwachsene bearbeiten zusammen öffentliche Gemüsebeete.

Eine ansprechende Innenstadt

Der Reisende zieht weiter Richtung Innenstadt und findet gut ausgeschildert Pensionen und Hotels zur Unterkunft. Am Ende des Stadtparks bleibt er stehen und überblickt den gemütlichen Stadtkern. Gäste sitzen an Tischen und lassen sich Essen servieren. Die Ladeninhaber stehen in ihren Eingangstüren und unterhalten sich mit Gästen. Ein harmonisches Miteinander ist zu spüren. Fahrrad-Rikschas bieten ihre Dienste dem Reisenden an und berichten über Sehenswürdigkeiten und Interessantes in Zossen. Es herrscht ein gelöstes Treiben in einer malerischen Innenstadt.

 

Drogeriemarkt und kleine Einkaufsmärkte sind integriert in die restaurierten Gebäude der Innenstadt. Angebote für alle Altersstufen finden sich in Szeneläden, die von der Stadt finanziell unterstützt werden, um sich selbst tragen zu können. Ehrenamtliche Einwohner führen stolz durch ihre Stadt und berichten und Gemeindeübergreifenden Aktionen und Projekten. Bürgerprojekte hängen öffentlich aus und werden gemeinsam diskutiert. Man spürt: hier wird Zusammenhalt groß geschrieben!

Zossen ist das leider nicht

Das zu erreichen ist Aufgabe eines Bürgermeisters und wir geben die Hoffnung nicht auf, den Richtigen dafür zu finden. Zossen kann ja nicht immer Pech haben!

Leserbrief von Helga Wählack

Wie vielleicht nicht jedem bekannt ist, haben die Landkreise keine
Steuereinnahmen und müssen deshalb, zum Teil, von den Gemeinden
finanziert werden, für die sie viele Verwaltungsaufgaben erbringen.
Deshalb die Kreisumlage.

Wie Hermann Kühnapfel (CDU) ausführte, muß Zossen im Durchschnitt
jährlich eine Umlage von 20 Millionen Euro abführen. Im MAZ-Artikel
wurde das aber widerlegt. Wenn die Kreisumlage 18 Millionen Euro
beträgt und die Reichensteuer, mit 840.000 Euro, dazu gerechnet wird,
ergibt das keine 20 Millionen Euro  Vorher war es aber noch viel
weniger .Wie kommen aber die, 23,1 Millionen Euro zu stande? Warum
wird uns das vorenthalten?
Nach den Aussagen von Bürgermeisterin Schreiber, hat Zossen, im Bezug
auf die Zahlung der Kreisumlage und der Reichensteuer, ein
Umlageproblem.
Aber wo ist denn das viele Geld, das schon vor Jahren zurückgelegt
wurde, geblieben?

Obwohl vieles gebaut wurde, könnte es am nicht richtigem Wirtschaften,
mit den Finanzen liegen

Für  Prozeßkosten, für verlorene Klagen, wurde viel Geld ausgegeben.
Das könnte schon eine halbe Million gewesen sein  Wieviel hätte  damit
 finanziert werden können?
Aber auch viele Maßnahmen wurden teurer, als beschlossen. Z.B beim Bau
Jobcenter. Mußte so ein  teurer Zaun aufgestellt werden und mußte der
Brunnen, auf dem Hof des Jobcenters unbedingt sein?
Aber auch die Lichtanlagen,im Warteraum und im Außenbereich des
Zossener Bahnhofs hätten vorerst zurückgestellt werden können.Diese
Kinkerlitzchen sind Mehrausgaben. die aber auch noch eine
Betriebskostensteigerung nach sich ziehen..
Ein sparsamer Umgang mit den Finanzen, ist erforderlich, wenn noch
viele Vorhaben anstehen, wie es ja in Zossen der Fall ist.
Das sind. die maroden Außensportanlagen und die Außenschulsportplätze.
An der Goetheschule in Zossen wurde die Sanierung des Sportplatzes
bereits im Juni 2012 beschlossen.   Auch 2016 wird es warscheinlich
diese Sanierung nicht geben.. Stattdessen wurde das überteuerte
Sportforum in Dabendorf  gebaut.
Hoffentlich werden wenigstens die versprochenen Reparaturn an der
alten Schule in Dabendorf durchgeführt
Aber auch Straßen und Wege sind zum Teil schon lange marode und werden
es wohl auch vorläufig noch bleiben.
Das Bild in der MAZ, vom Zossener Stadtpark beweist uns, wie  in
Zossen die Infrastruktur mißachtet wird.
Die Finanzlage von Zossen hätte sich aber noch mehr verschlechtert,
wenn der hohe Kredit für den Schulneubau in Dabendorf genehmigt worden
wäre. Die Stadt hätte dann gebaut. Und dann hätten die Zinsen- und
Tilungsraten Vorrang gehabt und es wäre noch weniger Geld für
Investitionen übrig geblieben. Oder der Kassenkredit, der bereits 25
Millionen Euro beträgt wäre erhöht worden,
Es ist traurig, daß mit dem Bau immer noch nicht begonnen wurde. Und
wer hat Schuld? Natürlich die Anderen.

Frau Schreiber kritisierte sogar den Kreishaushalt 2016.
Er wurde aber von der Mehrheit der Abgeordneten des Kreistages gelobt
und beschlossen.

Frau Schrebei sollte sich besser auf den Zossener Haushalt
konzentrieren. Angebracht wären Vorschlöge, wie die Zossener
Haushaltslage verbessert werden kann
.
Freundliche Grüße, Helga Wählack, Zossen.

Gruppendruck und Emotionen

SCHULDEMO420150528Uns ist bewusst, dass es für die Mehrheit der Stadtverordneten keine Rolle spielt, was für Argumente und Fakten wir haben. Denn dem durchschnittlichen Mensch sind Argumente vollkommen egal. Entscheidungen werden vor allem aus dem Bauch heraus getroffen, rein emotional und vor allem unter dem Druck der Gruppe.

Der Social Proof

Dazu gibt es sogar ein sehr bekanntest psychologisches Experiment von Solomon Asch. Aber dieses Experiment können wir ja zu jeder SVV live erleben. Menschen glauben an Dinge, weil  sie merken, dass andere daran glauben. Und sie tun Dinge, weil andere diese Dinge ebenfalls tun. Dieses Phänomen nennt sich Social Proof, also sozialer Beleg.

Die Mehrheit der SVV hat nicht automatisch Recht

Sich an der Mehrheit zu orientieren ist oft eine sinnvoll meist die richtige Strategie. Aber manchmal verzerrt der soziale Beleg den Blick auf die Realität. So wie hier in Zossen: Immer wieder wird als Beweis für die Richtigkeit einer Ansicht angeführt, dass die Mehrheit der SVV sie teilt. Das ist eine Illusion von Wahrheit, die dann auftritt, wenn der Einzelne sich nicht die Zeit nimmt, Fakten und Aussagen zu prüfen. Und es hat unter anderem solche Folgen, wie jetzt:

Dass wir einen Haushalt verabschieden sollen, der in die Pleite führt.  Auch wenn die Bürgermeisterin Ihnen was anderes weismachen will.  Der es nicht ermöglichen wird, wichtige Dinge, wie kaputte Straßen, Schulsportstätten und sogar Schulen, Radwege und Vereinssportstätten zu sanieren oder fertig zu bauen. Natürlich haben wir wieder großspurige Prioritätenlisten. Aber wir alle wissen, dass diese Listen nie das gehalten haben, was sie versprochen hatten. Papier ist eben geduldig und die Hoffnung stirbt zuletzt.

Kaputte Straßen, Sporthallen, fehlende Schule

Gehören Sie zu den Schülern oder Lehrern der Dabendorfer Gesamtschule? Und wie finden Ihre neue Schule, die so lange versprochen wurde?

Oder gehören Sie zu den denen, die sich über kaputte Straßen und fehlende Radwege ärgern?

Wie lange wissen wir alle schon über das kaputte Dach der Paul-Schuhmann-Sporthalle Bescheid, ohne dass es saniert wird?

Aber die Strategie die Zossen führt, ist Jahr und Tag dieselbe. Wenn es die bösen Linken nicht sind, dann sind es die Bürgerlistler, wenn es die nicht sind (wobei die es ja immer sind) sind es die anderen, die ihr nicht zum Munde reden. Dass wir von der Bürgerliste für unsere Anliegen gar keine Mehrheiten haben und dadurch bisher nie das stoppen konnten, was Frau Bürgermeisterin durchsetzen wollte, wird dann schnell vergessen.

Schuldige suchen lenkt vom eigenen Unvermögen ab

Und wenn die alle es auch nicht sind (denn soviel Geld können nicht mal wir durchbringen), dann sind es die bösen Roten im Land und deren Steuern, die Zossen nicht zahlen will. Die CDU pflichtet ihr da locker bei und vergisst dabei, dass diese Reichensteuer als  Anwendung des Solidarprinzips zur Unterstützung notleidender Gemeinden auch von der CDU eingeführt wurde und nicht von rot-rot. Zum Beispiel in Sachsen.

Aber wie sagte angeblich schon der Dalai Lama?

Solange du glaubst, dass an allem immer die anderen schuld sind, wirst du viel leiden…

 

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Zossen pleite?

„Wir hatten schon schönere Haushalte“ ist die Aussage der Kämmerin als in der Finanzausschussitzung der Haushalt 2016 besprochen wird. Man kann es auch anders sagen. Mit angeblichen 10 Millionen, mit der die Bürgermeisterin ihre letzte Wahl beworben und knapp gewonnen hat, kann sie jetzt nicht mehr wedeln. Im Gegenteil: Gelder für neue Investitionen sind kaum vorhanden.

Dabei fragt man sich, was Zossen denn mehr gebaut und investiert hat, als andere Gemeinden? Wo hat Zossen sich hervorgetan (mal abgesehen, von der Anzahl an Gerichtsverfahren)?

Gesamtschule Dabendorf:

noch immer kein Kredit. Bau ungewiss. In die alte vollkommen überfüllte Schule wird nicht mehr investiert. O-Ton Ortsvorsteher Noack (nebenbei nach der Sitzung) dazu: „Sie würden doch auch nicht in ein Haus investieren, dass sie abreißen lassen wollen!“ (Dass die Schule abgerissen werden soll, davon war bisher noch keine Sprache…)

Bahnhof Zossen:

Ausbau immer noch nicht komplett abgeschlossen. Dafür so heruntergekommen, dass prominente Personen wie Dr. Mark Benecke Zossen zu ihrer Zielscheibe machen: Dr. Mark: „Die Geistergaststätte in Zossen, der 50er Jahre Charme des Zossener Bahnhofs und ein Geistertunnel, der wohl weltweit einmalig ist.“ Als Leichen- und Madendoktor kennt er sich mit so etwas ja aus.

Kaufland:

Ah ja, Kaufland haben wir. Dafür ist Nahkauf weg und das Einkaufszentrum in der Innenstadt reduziert. Die Händler in der Stadtmitte haben sich zusammengeschlossen, um ihr Überleben zu sichern.

Kita:

Wurde nach intensivem Drängen endlich gebaut und dennoch sind die Wartelisten für Kinder zu lang. Werdende Mütter melden sich in Zossen besser schon vor der Geburt an, um einen Platz zu bekommen.

Schulsportstätten Wünsdorf/Zossen:

ach nein, ist ja noch nicht fertig.

Mehr? Ja, Gerichtsverfahren!

Fahrradwege, Gehwege? Stadtpark? Fehlanzeige. Und dann müssen ja auch noch die Strafzinsen an Kreis und Land bezahlt werden. Und nicht zu vergessen das, was Zossen nach außen zu trauriger Berühmtheit werden lässt: Gerichtsverfahren gegen alle, die man scheinbar als Sündenbock für eine verfehlte Haushalts- und Stadtpolitik an den Pranger stellen kann.

Die zweite wichtge Ansage der Kämmerin ist da sehr eindeutig beim Zossener Haushalt für 2016: „Einziger Spielraum sind die Zuschüssen für die Vereine“.

Stellen Sie sich mal vor…

Frieden istEine junge Frau übernimmt die Geschäfte eines finanzschweren Vereins. Sie erschließt geschickt kurzfristige Geldquellen und fühlt sich wohl in der Anerkennung, die ihr als Frau entgegengebracht wird.

Anerkennung, Geld und Macht

Sie hat Blut geleckt und will mehr und höher und größer. Sie plant Leuchttürme und Denkmäler für sich und beginnt zu bauen, bis sie merkt, dass ihr ganzes Geld dafür nicht reichen wird. Die Banken sind nicht länger bereit, Kredite zu gewähren und die schon seit langem bekannten anfallenden Abgaben und Steuern kommen wie Weihnachten (also absolut überraschend)  auf sie zu. Menschen beginnen, ihr Vorgehen kritisch zu diskutieren und machen Gegenvorschläge, um die Gelder langfristig sinnvoll einzusetzen. Die Frau empfindet das als Frechheit, schließlich ist sie hier verantwortlich.

Streitigkeiten bis aufs Blut

Also beginnt sie zu streiten, heftig und mit allen Mitteln, versucht die Menschen daran zu hindern, ihre Ideen zu verbreiten. Sie will das tun, was sie allein als richtig ansieht. Das Geld wird in Streitigkeiten gesteckt mit vielen Personen und Einrichtungen. Da bleibt einfach wenig Zeit, um sich um die langfristige Entwicklung zu kümmern, die mit dem Geld eigentlich geplant war.

Streitigkeiten führen zu Machtverlust und das ist etwas, mit dem die Frau überhaupt nicht zurechtkommt. Kollegen wenden sich von ihr ab und der damit einhergehende Kontrollverlust ist für sie unerträglich. So kommt es wie es kommen musste: Die gut gemeinte Initiative bleibt auf halbem Wege stecken, der Bau geht nicht voran und beim nächsten Blick aufs Konto kommt der große Schreck: Das Geld ist nicht mehr da. Die Bank zu keinem weiteren Schritt bereit. Was also tun?

Die anderen sind immer schuld…

In ihrer Verzweiflung greift sie zu einem Mittel, dass schon während der Streitigkeiten immer wieder geholfen hat: Andere sind schuld! Natürlich müssen andere schuld sein. Es kann schließlich nicht angehen, dass sie Abgaben zu zahlen hat, wo sie doch so viel noch bauen will. Wenn sie die nicht zahlen müsste, dann wäre doch alles gut!

Und die anderen Menschen, die sind natürlich auch schuld. Immer wollen die was anderes als sie. Wenn man das nur geschickt genug anstellt, dann wird sich auch die Öffentlichkeit blenden lassen. Sie muss ja nicht sagen, dass die letzte Entscheidung immer bei ihr liegt, weil sie zum Glück aus ihrer guten Zeit noch viele treue Gefolgsleute hat, die tun, was sie sagt. Mit ihnen hat sie die Macht. Man kann also wunderbar immer so tun, als wären die anderen schuld daran, dass Projekte nicht fertig werden. Die Öffentlichkeit hält sie für dumm genug, das nicht zu verstehen.

Ändern wird sich was, wenn die Leidtragenden reagieren…

So wird sie weitermachen in ihrem Leben. Zwar ohne Geld in einem Verein, der angetreten war, die Menschheit zu retten, dafür aber mit viel Einfluss und Ideen auf und für die, die immer noch hoffen, ein Stück vom Kuchen abzubekommen.

schuldemo1kleinWo das enden wird, ist momentan nicht absehbar, ob man sie stoppen können wird, ist offen.

Stellen Sie sich das mal vor. Was würden Sie tun, wenn das Wirklichkeit wäre?

 

 

 

PS: Dies ist natürlich eine vollkommen frei erfunden Geschichte. Zufällige Ähnlichkeiten mit real lebenden Personen sind unbeabsichtigt und rein zufällig.

Hier werden Sie noch persönlich bedient

Wenn sich hoher Besuch ankündigt, dann hält die Rathausschefin noch selbst die Tür auf.

Eine der wenigen Anfragen zur Akteneinsicht konnte gestern durch die Statdverordneten der Bürgerliste tatsächlich zum Abschluss gebracht werden. Und das im Beisein von der Bürgermeisterin persönlich. Natürlich fühlten wir uns hochgeehrt, auch wenn leider außer dem Aufhalten der Rathaustür (wie symbolisch!) kaum Kommunikation zustande kam.

Für alle Bürgerinnen und Bürger, die noch auf Antworten zu ihren individuellen Anfragen warten: Probieren Sie es nur lang genug. Irgendwann haben vielleicht auch Sie einmal die Ehre persönlich im Zossener Rathaus begrüßt zu werden (oder zumindestens hineingelassen…).

Viel Erfolg wünscht

Die Bürgerliste

Lieber hauen und stechen als konstruktiv arbeiten – also wie immer

Jörg Wanke

Jörg Wanke

Die  Stasikeule  bietet sich nach mehr als 25 Jahren scheinbar immer noch an, um die politische Auseinandersetzung zu befeuern und den politischen Gegner zu diskreditieren. Das wird der „Abschlussbericht über die durchgeführte Stasi-Überprüfung der Stadtverordneten“ in Zossen zeigen.

Eine Tätigkeit bei der Stasi kann nicht unterstellt werden

In dem vom stellvertretenden Bürgermeister Herr Kramer erstellten Abschlussbericht, der im nicht öffentlichen Teil der gestrigen SVV zur Veröffentlichung mit einer Stimme Mehrheit beschlossen wurde, wurde ein wichtiger Satz  weggelassen: „Aufgrund dieser Karteierfassung kann nicht gesagt werden, ob und ggf. in welchem Umfang und mit welcher Intensität die o.g. Person für den Staatssicherheitsdienst der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik tätig war.“

Öffentlicher Bericht ist unvollständig

Damit ist der öffentliche Bericht auch laut Aussage der Behörde unvollständig. Er suggeriert eine Zusammenarbeit, um damit Jörg Wanke zu verunglimpfen und auf emotionaler Ebene zu zerstören. Richtig ist, dass die Stasi eine Karteikarte und eine  Akte  am 3.11.1989 angelegt hat. In der Akte ist lediglich ein leeres Blatt Papier und ein leerer Umschlag, da Jörg Wanke laut eigener Aussage zu keinem Zeitpunkt mit der Staatssicherheit zusammengearbeitet oder sich dazu verpflichtet hat.

Informieren, wenn es eine Rolle spielt

Jeder Bürger sollte das Recht haben, Bescheid zu wissen, wenn er jemanden gewählt hat, der moralisch nicht integer ist, anderen Menschen wissentlich geschadet hat oder für ein undemokratisches Regime gearbeitet hat. Wenn dem aber nicht so ist, gibt es auch keine Grund damit hausieren zu gehen, um Gerüchte zu schüren, wie es jetzt von Plan B getan wird. Der veröffentlichte Bericht der SVV vermittelt den Eindruck einer aktiven Stasi-Mitarbeit, obwohl eindeutig ist, dass außer einem leeren Papier nichts existiert.

Zweifelhafter Umgang mit Menschen

Das gesamte Verfahren zur Erstellung des Berichtes war von Beginn an zweifelhaft, aber für Zossener Verhältnisse typisch. Dass die Bürgermeisterin dabei natürlich den Versuch unternehmen wird, einen ihrer politischen Gegner zu diffamieren,  war absehbar. Welche weiteren Fehldarstellungen es also im Bericht noch gibt, ist daher für die Bürger nicht nachvollziehbar.

Eine Entspannung der politischen Lage, die Zossen auch bei seinen finanziellen Schwierigkeiten helfen würde, ist nicht abzusehen.

Akte MfS