Leserbrief von Helga Wählack

Wie vielleicht nicht jedem bekannt ist, haben die Landkreise keine
Steuereinnahmen und müssen deshalb, zum Teil, von den Gemeinden
finanziert werden, für die sie viele Verwaltungsaufgaben erbringen.
Deshalb die Kreisumlage.

Wie Hermann Kühnapfel (CDU) ausführte, muß Zossen im Durchschnitt
jährlich eine Umlage von 20 Millionen Euro abführen. Im MAZ-Artikel
wurde das aber widerlegt. Wenn die Kreisumlage 18 Millionen Euro
beträgt und die Reichensteuer, mit 840.000 Euro, dazu gerechnet wird,
ergibt das keine 20 Millionen Euro  Vorher war es aber noch viel
weniger .Wie kommen aber die, 23,1 Millionen Euro zu stande? Warum
wird uns das vorenthalten?
Nach den Aussagen von Bürgermeisterin Schreiber, hat Zossen, im Bezug
auf die Zahlung der Kreisumlage und der Reichensteuer, ein
Umlageproblem.
Aber wo ist denn das viele Geld, das schon vor Jahren zurückgelegt
wurde, geblieben?

Obwohl vieles gebaut wurde, könnte es am nicht richtigem Wirtschaften,
mit den Finanzen liegen

Für  Prozeßkosten, für verlorene Klagen, wurde viel Geld ausgegeben.
Das könnte schon eine halbe Million gewesen sein  Wieviel hätte  damit
 finanziert werden können?
Aber auch viele Maßnahmen wurden teurer, als beschlossen. Z.B beim Bau
Jobcenter. Mußte so ein  teurer Zaun aufgestellt werden und mußte der
Brunnen, auf dem Hof des Jobcenters unbedingt sein?
Aber auch die Lichtanlagen,im Warteraum und im Außenbereich des
Zossener Bahnhofs hätten vorerst zurückgestellt werden können.Diese
Kinkerlitzchen sind Mehrausgaben. die aber auch noch eine
Betriebskostensteigerung nach sich ziehen..
Ein sparsamer Umgang mit den Finanzen, ist erforderlich, wenn noch
viele Vorhaben anstehen, wie es ja in Zossen der Fall ist.
Das sind. die maroden Außensportanlagen und die Außenschulsportplätze.
An der Goetheschule in Zossen wurde die Sanierung des Sportplatzes
bereits im Juni 2012 beschlossen.   Auch 2016 wird es warscheinlich
diese Sanierung nicht geben.. Stattdessen wurde das überteuerte
Sportforum in Dabendorf  gebaut.
Hoffentlich werden wenigstens die versprochenen Reparaturn an der
alten Schule in Dabendorf durchgeführt
Aber auch Straßen und Wege sind zum Teil schon lange marode und werden
es wohl auch vorläufig noch bleiben.
Das Bild in der MAZ, vom Zossener Stadtpark beweist uns, wie  in
Zossen die Infrastruktur mißachtet wird.
Die Finanzlage von Zossen hätte sich aber noch mehr verschlechtert,
wenn der hohe Kredit für den Schulneubau in Dabendorf genehmigt worden
wäre. Die Stadt hätte dann gebaut. Und dann hätten die Zinsen- und
Tilungsraten Vorrang gehabt und es wäre noch weniger Geld für
Investitionen übrig geblieben. Oder der Kassenkredit, der bereits 25
Millionen Euro beträgt wäre erhöht worden,
Es ist traurig, daß mit dem Bau immer noch nicht begonnen wurde. Und
wer hat Schuld? Natürlich die Anderen.

Frau Schreiber kritisierte sogar den Kreishaushalt 2016.
Er wurde aber von der Mehrheit der Abgeordneten des Kreistages gelobt
und beschlossen.

Frau Schrebei sollte sich besser auf den Zossener Haushalt
konzentrieren. Angebracht wären Vorschlöge, wie die Zossener
Haushaltslage verbessert werden kann
.
Freundliche Grüße, Helga Wählack, Zossen.