Lieber hauen und stechen als konstruktiv arbeiten – also wie immer

Jörg Wanke

Jörg Wanke

Die  Stasikeule  bietet sich nach mehr als 25 Jahren scheinbar immer noch an, um die politische Auseinandersetzung zu befeuern und den politischen Gegner zu diskreditieren. Das wird der „Abschlussbericht über die durchgeführte Stasi-Überprüfung der Stadtverordneten“ in Zossen zeigen.

Eine Tätigkeit bei der Stasi kann nicht unterstellt werden

In dem vom stellvertretenden Bürgermeister Herr Kramer erstellten Abschlussbericht, der im nicht öffentlichen Teil der gestrigen SVV zur Veröffentlichung mit einer Stimme Mehrheit beschlossen wurde, wurde ein wichtiger Satz  weggelassen: „Aufgrund dieser Karteierfassung kann nicht gesagt werden, ob und ggf. in welchem Umfang und mit welcher Intensität die o.g. Person für den Staatssicherheitsdienst der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik tätig war.“

Öffentlicher Bericht ist unvollständig

Damit ist der öffentliche Bericht auch laut Aussage der Behörde unvollständig. Er suggeriert eine Zusammenarbeit, um damit Jörg Wanke zu verunglimpfen und auf emotionaler Ebene zu zerstören. Richtig ist, dass die Stasi eine Karteikarte und eine  Akte  am 3.11.1989 angelegt hat. In der Akte ist lediglich ein leeres Blatt Papier und ein leerer Umschlag, da Jörg Wanke laut eigener Aussage zu keinem Zeitpunkt mit der Staatssicherheit zusammengearbeitet oder sich dazu verpflichtet hat.

Informieren, wenn es eine Rolle spielt

Jeder Bürger sollte das Recht haben, Bescheid zu wissen, wenn er jemanden gewählt hat, der moralisch nicht integer ist, anderen Menschen wissentlich geschadet hat oder für ein undemokratisches Regime gearbeitet hat. Wenn dem aber nicht so ist, gibt es auch keine Grund damit hausieren zu gehen, um Gerüchte zu schüren, wie es jetzt von Plan B getan wird. Der veröffentlichte Bericht der SVV vermittelt den Eindruck einer aktiven Stasi-Mitarbeit, obwohl eindeutig ist, dass außer einem leeren Papier nichts existiert.

Zweifelhafter Umgang mit Menschen

Das gesamte Verfahren zur Erstellung des Berichtes war von Beginn an zweifelhaft, aber für Zossener Verhältnisse typisch. Dass die Bürgermeisterin dabei natürlich den Versuch unternehmen wird, einen ihrer politischen Gegner zu diffamieren,  war absehbar. Welche weiteren Fehldarstellungen es also im Bericht noch gibt, ist daher für die Bürger nicht nachvollziehbar.

Eine Entspannung der politischen Lage, die Zossen auch bei seinen finanziellen Schwierigkeiten helfen würde, ist nicht abzusehen.

Akte MfS