mit der Nordumfahrung?

Wissen Sie noch? Im Jahr 2011 gab es eine rege Diskussion, ob Zossen eine Nordumfahrung braucht und die Bahnübergänge in Dabendorf dann für den Autoverkehr geschlossen werden sollen.

Eine Dabendorfer Initiative hatte sich gegründet, um den Wunsch der Dabendorfer nach einer innerörtlichen Bahnquerung durchzusetzen. Es gab Diskussionen, ob Bürger sich beteiligen dürfen und auf welche Weise. Verschieden Befragungsvariationen wurden heftig diskutiert und schließlich eine Bürgerbefragung durchgeführt, die letztendlich nur Dabendorfern vorbehalten war.

Die Ergebnisse:

•  Wahlbeteiligung:   79,55 %
•  Gültige Stimmen:   1627
•  Für die innerörtliche Querung:   52,1 %

Eine klare Aussage GEGEN die Nordumfahrung und FÜR eine innerortliche Bahnquerung.

Jede Partei und Wählergruppe der SVV Zossen versprach,den Bürgerwillen zu respektieren. Das Ergebnis wurde leider erst ein halbes Jahr später im Amtsblatt veröffentlicht (Gerüchten zufolge, war es vergessen worden). Scheinbar haben es die Stadtveordneten bis dahin tatsächlich vergessen.

Mit dem neuen Flächennutzungsplan ist jedenfalls eine innerörtliche Bahnquerung nicht mehr möglich! Denn dort, wo die Bahnquerung, eine Brücke, beginnen sollte/würde ist nun ein Mischgebiet (Gewerbe/Wohnen) eingetragen. Entsprechend ist eine Bahnquerung dort nicht mehr möglich.

Ist der Flächennutzungsplan durch, ist der Weg für eine innerörtliche Bahnquerung mit dem Auto versperrt. Dabendorf ist dann zweigeteilt.

Bis zum 17.12.13 konnten Einwendungen gegen den FNP im Rathaus abgegeben werden. Die Bürgerliste hat ihre Einwendungen aufgeschrieben, von Bürgern unterschreiben lassen und eingereicht.

Nun steht der Beschluss zum FNP vor der Stadtverordnerenversammlung und wird vermutlich durchgewinkt. Mit folgendem Brief wollen wir noch einmal aufmerksam machen auf das Ignorieren des Bürgerwillens:

Buergerbrief Dabendorf

 

Hinzu kommt, dass der Bahnübergangs an der B246 Richtung Nächst Neuendorf ebenfalls geschlossen werden soll und verlegt werden soll auf Höhe Kaufland. Zwischen Zossen und Dabendorf gäbe es dann lediglich einen einzigen Übergang, der mit dem Auto überquerbar wäre. Die Verkehrssituation, die daraus entstehen wird, dürfte die jetzige kaum unterbieten.

Von der B96 in Dabendorf käme man ohne den Umweg über die Nordumfahrung oder Kaufland nicht mehr nach Dabendorf.

Menschen, die am Bahnhof ankommen und ihr Auto dort stehengelassen haben, kommen nicht direkt nach Zossen rein und das obwohl der Bahnhof in einer Kommune von allen Seiten erreichbar sein sollte.

Wir möchten eine Lösung, die dem Bürgerwillen entspricht und nicht nur in Dabendorf auch in Nächst Neuendorf hat sich der Ortsbeirat gegen die Verlegung des Übergangs ausgesprochen und für die Beibhaltung an der jetzigen Querung.

Eine Teilung der Stadt mit riesigen Umwegen für die Anwohner ist unzumutbar.

Wir stehen für Bahnquerungen innerhalb Zossens für den Autoverkehr, die dem Bedarf unserer Bürger entsprechen.