Sommer in Zossen

 

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Während in anderen Städten das Draußen-Wetter beginnt mit Eisessen und gemütlichem abendlichen Weintrinken in Parkcafés und Innenstädten, werden in Zossen die Bürgersteige ab 18 Uhr hochgeklappt.

Ein Vereinsfest oder mal ein Jahrmarkt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stadt seit Jahrzehnten Flickwerk betreibt und kein Konzept hat.

Einzelprojekte als Beruhigungspille

Stadt eines sinnvollen, langfristig wirksamen Stadtentwicklungskonzept, welches die touristischen Möglichkeiten Zossens nutzen könnte, werden kleine „Beruhigungspillen“ gebaut, mit denen die Einwohner zufriedengestellt werden. Gebäude und öffentliche Einrichtungen für deren Erstellung jede Stadt verantwortlich ist, werden gefeiert als wären sie die Erfindung Zossens. Langfristiges Denken ist dagegen nicht Zossens Stil.

Die Innenstadt wird durch ein außerhalb gebautes Einkaufszentrum mundtot gemacht, der Stadtpark bleibt häßlich und unattraktiv und wird als gerademal als Abkürzung genutzt. Wege und Straßen sind oft für ältere Bewohner und Kinderwagenbesitzer nicht nutzbar. Und Fahrradwege sind wenig zu finden.

Die Einbindung und Werbung innerstädtischer touristischer Angebote wird wie Draisinenbahn und Nottekanal wird sich selbst überlassen und eine Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden wird nur dann angestrebt, wenn man gegen andere kritisieren kann.

Unsere Visionen

Stellen Sie sich  vor: Sie treten aus der Bahn auf einen gepflegten Bahnhof. Auf dem Vorplatz blüht und duftet der Flieder und empfängt den Reisenden mit einem sommerlichen Gruß. Mit Gepäck läuft dieser die Bahnhofstraße herunter, ohne an Löchern hängenzubleiben oder seinen Koffer darin zu verlieren. Kaffeeduft steigt ihm in die Nase und zieht den Reisenden Richtung Stadtpark. Auf dem Weg dorthin verweilt er an den Schaufenstern angesagter Geschäfte. Vom Rand des Stadtparks aus, ist schon der Biergarten erkennbar und links daneben ein Parkcafé mit den verschiedensten Kaffee und Kakaogetränken. Kinder laufen mit Ihren Eltern durch den Park, essen Eis vom Eistand oder plantschen im Wasserpark. Rüstige Rentner und junge Erwachsene bearbeiten zusammen öffentliche Gemüsebeete.

Eine ansprechende Innenstadt

Der Reisende zieht weiter Richtung Innenstadt und findet gut ausgeschildert Pensionen und Hotels zur Unterkunft. Am Ende des Stadtparks bleibt er stehen und überblickt den gemütlichen Stadtkern. Gäste sitzen an Tischen und lassen sich Essen servieren. Die Ladeninhaber stehen in ihren Eingangstüren und unterhalten sich mit Gästen. Ein harmonisches Miteinander ist zu spüren. Fahrrad-Rikschas bieten ihre Dienste dem Reisenden an und berichten über Sehenswürdigkeiten und Interessantes in Zossen. Es herrscht ein gelöstes Treiben in einer malerischen Innenstadt.

 

Drogeriemarkt und kleine Einkaufsmärkte sind integriert in die restaurierten Gebäude der Innenstadt. Angebote für alle Altersstufen finden sich in Szeneläden, die von der Stadt finanziell unterstützt werden, um sich selbst tragen zu können. Ehrenamtliche Einwohner führen stolz durch ihre Stadt und berichten und Gemeindeübergreifenden Aktionen und Projekten. Bürgerprojekte hängen öffentlich aus und werden gemeinsam diskutiert. Man spürt: hier wird Zusammenhalt groß geschrieben!

Zossen ist das leider nicht

Das zu erreichen ist Aufgabe eines Bürgermeisters und wir geben die Hoffnung nicht auf, den Richtigen dafür zu finden. Zossen kann ja nicht immer Pech haben!